Technische Betriebe Wilhelmshaven

Fördermaßnahmen

Neubau einer Gewächshausanlage für die Stadtgärtnerei und den Botanischen Garten

Der städtische Eigenbetrieb „Technische Betriebe Wilhelmshaven“ plant am Standort der Stadtgärtnerei am Neuengrodener Weg, in unmittelbarer Nachbarschaft zum Botanischen Garten, als Ersatzneubau für die abgängigen Gewächshäuser eine neue Gewächshausanlage zu errichten. Das neue Gewächshaus soll gemeinsam von der Stadtgärtnerei und dem Botanischen Garten genutzt werden. Ziel ist die Entstehung eines modernen, den aktuellen Anforderungen angepassten Gewächshauskomplexes, der der Stadtgärtnerei und dem Botanischen Garten als Tropenhaus ausreichend Raum bietet.

Die Maßnahme wird maßgeblich durch die europäische Union unter der Beteiligung des Landes Niedersachsen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Förderung von Maßnahmen der „Energieeinsparung und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen“ unterstützt. Die Zuschusshöhe beträgt 842.500 Euro.

Das Ziel der finanziellen Unterstützung ist, die Treibhausgasemissionen von öffentlichen Infrastrukturen einschließlich öffentlicher Abwasseranlagen sowie Kultureinrichtungen in Niedersachsen nachhaltig zu reduzieren und somit einen wesentlichen Beitrag zum Schutz von Klima und Umwelt zu leisten.

Zusätzlich erhält die Stadt Wilhelmshaven finanzielle Unterstützung vom Land Niedersachsen. Aus Mitteln zur „Unterstützung finanzschwacher Kommunen bei der Kofinanzierung von Förderprojekten mit Mitteln aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds“ wurden für das Projekt rund 527.300 Euro bewilligt.

Bei der Umsetzung des Projektes wird das Ziel einer nachhaltigen Energiekonzeption verfolgt. Der Wärmebedarf soll nahezu vollständige durch regenerative Energien sichergestellt werden. Mit der Installation eines modernen Wärmeverteilungssystems und einer energetisch optimierten Gewächshaushülle sollen 50 Prozent der Wärmenergie eingespart werden. Für die Wärmeerzeugung ist eine Kombination aus Solarthermie, Biomasseheizung zur Verfeuerung von Hackschnitzeln und Pellets sowie Gas als sogenannter Pufferspeicher,  geplant. Um dies zu erreichen, ist ein innovatives Systemmanagement über einen modernen Klimaregelcomputer notwendig. Das Deutsche Biomasseforschungszentrum in Leipzig soll die Realisierung wissenschaftlich begleiten. Durch eine messtechnische Erfassung des Systems sollen die Klimaschutzeffekte bewertet und aus den gewonnenen Daten eine Ökobilanz zu erstellt werden. Eine CO2-Einsparung von 140 Tonnen im Jahr wird angestrebt.

Die baulichen Maßnahmen werden voraussichtlich im zweiten Halbjahr 2020 beginnen. Eine Fertigstellung ist für Anfang 2022 vorgesehen.

 

 

Geförderter Breitbandausbau der Stadt Wilhelmshaven

Eine gute Breitbandversorgung ist in den letzten Jahren immer wichtiger geworden. Das Internet ist allgegenwärtig, auch für die Industrie, Wirtschaft und für Geschäftsleute ist der schnelle Internetzugang eines der Grundbedürfnisse. Dadurch wird das Vorhandensein von entsprechenden Zugangsmöglichkeiten zum wesentlichen Standortfaktor.
Durch die in großen Teilen urbane Prägung der Stadt Wilhelmshaven verfügen 90% aller Haushalte in Wilhelmshaven bereits heute über die Möglichkeit Bandbreiten über 30 Mbit/s zu erhalten. Dieser Wert ist deshalb wichtig, weil aus wettbewerbsrechtlichen Gründen nur die sogenannten „weißen Flecken" mit weniger als 30 Mbit/s unter Zuhilfenahme von öffentlichen Mitteln ausgebaut werden dürfen.

Seit einigen Jahren engagiert sich daher die Stadt Wilhelmshaven mit dem Eigenbetrieb Technische Betriebe Wilhelmshaven dafür, die Defizite in der Breitbandversorgung weiter abzubauen. mehr

 

Errichtung und Betrieb eines Blockheizkraftwerkes auf der Zentralkläranlage in Wilhelmshaven

Logo Europäische Union. Europäischer Fonds für regionale Entwicklung. Förderung für die Niedersächsischen Regionen. Logo Europäische Union

Wilhelmshaven. Der städtische Eigenbetrieb Technische Betriebe Wilhelmshaven errichtet am Standort der Zentralkläranlage Wilhelmshaven (ZKA) eine Energiezentrale mit zwei Blockheizkraftwerk-Modulen zur Strom- und Wärmeerzeugung. Die Prozesse der Schlammfaulung benötigen viel Wärme. Das aus der Schlammfaulung gewonnene Faulgas, das zu einem großen Anteil aus Methan besteht, wird gereinigt und mit dem Deponiegas aus der nahe gelegenen ehemaligen Deponie gemischt und für den Betrieb der Blockheizkraftwerk-Motoren genutzt. Die Module werden eine Leistung von 500 Kilowatt (elektrisch) und 652 Kilowatt (thermisch) aufweisen und zukünftig einen maßgeblichen Teil des Energiebedarfs der Kläranlage abdecken.

Die Maßnahme wird maßgeblich durch die europäische Union unter der Beteiligung des Landes Niedersachsen aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) zur Förderung von Maßnahmen der „Energieeinsparung und Energieeffizienz bei öffentlichen Trägern sowie Kultureinrichtungen“ unterstützt. Die Zuschusshöhe beträgt 1.000.000 Euro.

Weiterhin hat die Stadt Wilhelmshaven eine weitere Kofinanzierung vom Land Niedersachsen aus Mitteln zur „Unterstützung finanzschwacher Kommunen bei der Kofinanzierung von Förderprojekten mit Mitteln aus den Europäischen Struktur- und Investitionsfonds“ in Höhe von rund 564.750 Euro erhalten.

Auf dem Gelände der Zentralkläranlage wird eine Energiezentrale errichtet, in der neben den Blockheizkraftwerk-Modulen (2 Module mit je 250 Kilowatt elektrischer Leistung) auch die notwendige Steuerungstechnik, eine neue Mittelspannungsanlage für die Kläranlage und ein neues Netzersatzaggregat aufgestellt werden. Die erzeugte Wärme wird von hier aus in die Heizverteilung in der Schlammfaulung eingespeist, die sich in unmittelbarer Nähe zur Energiezentrale befindet.

In der Faulung bauen Bakterien die verfügbaren Nährstoffe im Schlamm ab. Das gasförmige Stoffwechselprodukt dieser Bakterien beinhaltet, neben anderen Gasen, auch einen hohen Anteil Methan. Dieses brennbare Gas lässt sich in modifizierten Motoren als Treibstoff nutzen. Da ein ähnlicher Faulungsprozess auch im Deponiekörper der stillgelegten Deponie auf dem Heppenser Groden abläuft und die Entfernung zur Zentralkläranlage nur circa 1.300 Meter beträgt, lässt sich das dort entstehende Deponiegas mit geringem Aufwand zur ZKA fördern. Es wird mit dem Faulgas gemischt und in die Motoren der Blockheizkraftwerk-Anlage eingespeist.

Die baulichen Maßnahmen haben mit der Errichtung des Gebäudes begonnen und werden im ersten Halbjahr 2020 mit der Inbetriebnahme der Anlage abgeschlossen sein. 

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