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Historie

Mechanisch-biologische Restabfallbehandlung

Bis zum 31.05.2005 wurde auf der Abfalldeponie Wilhelmshaven-Nord eine mechanisch-biologische Restabfallbehandlung betrieben.

Die mechanische Stufe der mechanisch-biologischen Restabfallbehandlung began mit der Entfrachtung von Wert- und Schadstoffen.

Eine weitere zentrale Betriebskomponente der mechanischen Aufbereitung war der auf der Ablagerungsfläche temporär eingerichtete Shredderplatz aus Spurwegplatten, auf dem insbesondere hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll und Baustellenabfälle der gewerblichen Anlieferer einer Sichtkontrolle unterzogen wurden. In diesen Abfällen befanden sich die meisten Wert- und Schadstoffe. Die Abfälle wurden mit einem Bagger mit Greifschalenausrüstung zur Sichtung ausgebreitet und anschließend nach Aussortierung von Wertstoffen (Stahl- und Eisenteile) und schadstoffhaltigen Abfällen (Autobatterien, Ölkanister, Lackreste) mit einem Shredder zerkleinert und der biologischen Stufe der Restabfallbehandlung zugeführt. Die Wert- und Schadstoffe wurden einer externen Verwertung oder Beseitigung zugeführt.

Die eindeutig identifizierbaren Abfälle wie Hausmüll, Klärschlamm und Shredderrückstände gelangten direkt in die biologische Stufe.

Die geshredderten Abfälle aus der mechanischen Behandlung (Reste der hausmüllähnliche Gewerbeabfälle, Sperrmüll und Baustellenabfälle) und die eindeutig identifizierbaren Abfälle (Hausmüll, Klärschlamm und Shredderrückstände) wurden mit einem Radlader grob gemischt und zur Rottemiete aufgesetzt.

Die biologische Behandlung der Abfälle erfolgte nach dem Prinzip des Kaminzugverfahren mit selbsttätiger Mietenbelüftung nach Spillmann/ Collins. Bei dieser Art der Abfallbehandlung wurden die Abfälle zu Rottemieten aufgeschichtet. Die Rottemieten wurden hierbei zu 25 Meter breiten und 2,5 Meter hohen Tafelmieten unverdichtet aufgesetzt.

Zur optimalen Belüftung der Miete wurde im Sohlenbereich besonders hohlraumreiches Material verwendet. Jeweils alle 4 Meter wurden 2 Belüftungsschläuche vom Böschungsfuß der Miete zur Mitte hin und dann als Kamin senkrecht aus der Rottemiete heraus geführt. Die Schlauchenden wurden mit Stangen justiert. Durch die biologische Umsetzung, einhergehend mit einem Temperaturanstieg bis zu max. 80 °C, wird Luftsauerstoff von den Belüftungsschläuchen am Mietenfuß angesogen und über den Kamin ausgegeben. Die dabei entstehende Luftzirkulation versorgte die Rottemieten ständig mit frischem Luftsauerstoff und förderte somit die biologische Umsetzung der Abfälle.

Neben der Belüftung mussten die Rottemieten auch beregnet werden, da der richtige Wassergehalt des Rottematerials für den Erfolg des Rotteprozesses sehr bedeutsam ist. Dies galt insbesondere in den niederschlagsarmen Perioden. Zum Bewässern der Mieten wurde Oberflächenwasser aus dem Regenrückhaltebecken der Deponie benutzt, das nach größeren Niederschlagsereignissen hier aufgestaut wurde. Die Rottedauer beträgt mindestens 9 Monate. Nach erfolgter Rotte und einem Volumenverlust von ca. 40 % aufgrund der biologischen Umsetzungsprozesse wurde das Material hochverdichtet eingebaut.

Sicherung und Rekultivierung

Mit einem Deponierückbau begannen im Oktober 2007 die Arbeiten zur Sicherung und Rekultivierung der Teilfläche II auf der Deponie Wilhelmshaven-Nord. Auf einer Fläche von etwa 6.000 Quadratmetern wurden die abgelagerten Abfälle, das darunter liegende Entwässerungssystem und die Dichtungselemente zurück gebaut. Etwa 50.000 m3 Material wurde auf Muldenkippern geladen und auf das Deponieplateau zur Profilierung des Abfallkörpers umgeschichtet. Die von Abfall entlastete Fläche wird renaturiert und zukünftig als Regenrückhaltebecken dienen.

Foto: Rückbauarbeiten und Herstellung eines Regenrückhaltebeckens

Aufgrund geänderter rechtlicher Rahmenbedingungen musste die Deponie Nord zum 31.05.2005 seine Pforten schließen. Abfälle durften trotz ausreichender Kapazität nicht mehr abgelagert werden. Deswegen begannen die Planungsarbeiten zur Sicherung und Rekultivierung der Teilfläche II der Deponie Wilhelmshaven-Nord früher als ursprünglich geplant.

Nach Abschluss der Deponierückbauarbeiten wird im Winter 2008/ 2009 mit der Installation von 24 neuen Gasbrunnen begonnen, welche in der Folgezeit an das vorhandene Deponiegasnetz angeschlossen werden. 40 Gasbrunnen werden dann auf der Deponie Nord aktiv sein. Die Verwertung des anfallenden Deponiegases in einem Blockheizkraftwerk wird angestrebt.

In den Jahren 2009 und 2010 folgt der Bau des eigentlichen Dichtungssystems. Dieses besteht aus einer über dem Abfallkörper liegenden Trag-, Ausgleichs- und Gasdränschicht und aus einer 50 cm dicken Tondichtung mit darüber liegender Kunststoffdichtungsbahn. Den Abschluss bildet eine 1,00 m dicke Rekultivierungsschicht aus bindigen Böden. Die Böden wurden bereits während der Betriebsphase angesammelt und liegen in diversen Bodenlagern auf und neben der Deponie zum Einbau bereit. Für die Rekultivierungsschicht werden rund 78.000 m3 Boden den “Deckel“ bilden.

Durch die Deponieabdichtung wird der Eintrag von Regenwasser in den Abfallkörper verhindert und damit die Lösung und der Austrag von Schadstoffen in die Deponiebasis unterbunden. Das über dem Dichtungssystem anfallende unbelastete Regenwasser wird in das oben beschriebene Regenrückhaltebecken geführt und anschließend gedrosselt in ein öffentliches Gewässer eingeleitet. Ein weiterer positiver Effekt der Sicherungsmaßnahmen  ist, dass durch das Dichtungssystem der Austritt für die Umwelt schädliche Deponiegas in die Atmosphäre verhindert wird.


 Nach fast zweijähriger Bauzeit wurden im August 2002 die Arbeiten zur Sicherung und Rekultivierung der Abfalldeponie Wilhelmshaven-Nord, Teilfläche I, abgeschlossen. Auf der Teilfläche I wurden von 1983 bis 1993 insgesamt 790.000 Tonnen Abfall aus dem Wilhelmshavener Stadtgebiet eingelagert.

Die Investitionskosten für die 6,5 ha große Teilfläche betrugen ca. 3,9 Millionen €. Mit den Arbeiten konnten nach einer öffentlichen Ausschreibungen Firmen aus der Region betraut werden.

Ein Qualitätssicherungsplan, in dem insbesondere auch der Aspekt des Arbeitsschutzes einen wichtigen Anteil einnahm, sollte die sorgfältige Ausführung der Arbeiten sicherstellen. Vorrangiges Ziel der umfangreichen Arbeiten war der Aufbau eines 1,3 m mächtigen Oberflächenabdichtungssystem, das das Eindringen von Oberflächenwasser in den Deponiekörper verhindert und andererseits die Entstehung von Deponiegas unterbindet. Mit dem Aufbringen eines Oberflächenabdichtungssystem wird somit eine Sickerwasserneubildung unterbunden und zum anderen kann anfallendes Oberflächenwasser ohne einer vorherigen kostenintensiven Behandlung direkt in die Vorflut eingeleitet werden.

Wichtig war es auch, unkontrollierte Gasaustritte gezielt zu unterbinden. Um dieses zu verhindern, wurden in die Deponie insgesamt 16 Gasbrunnen eingebracht, die das anfallende Deponiegas direkt zu einer Gasstation führen, wo es schadlos aufbereitet wird.

Zur Profilierung des Deponiekörpers wurden zu Beginn der Baumaßnahme ca. 30.000 Kubikmeter Abfall umgelagert sowie ca. 75.000 Kubikmeter Bodenmassen eingebaut. Es wurde 1.100 Quadratmeter Dichtwand aus Spundbohlen hergestellt, 6 Hektar Kunststoffdichtungsbahnen und Dränmatten verlegt, 16 Gasbrunnen und 8 Schachtbauwerke hergestellt sowie 3.700 Meter Gas- und Entwässerungsleitungen verlegt.

Zukünftig wird ein Beweissicherungsprogramm die Funktionsfähigkeit des gesamten Deponieabdichtungssystems sicherstellen.







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